Campervan: Florance

Vanlife! Wie oft haben wir davon geträumt in einem Van zu reisen? Im September war es dann endlich das erste Mal soweit. Für unseren Staaten-Roadtrip haben wir im Auto gewohnt. Etliche Vermietungen haben wir gecheckt und uns letztendlich für einen Ventura Camper von EscapeCampervan entschieden. Escape hat zwei Van Größen im Programm und der Ventura ist das kleinere Modell, ein Dogde Caravan. Für 2 Personen völlig ausreichend.

Warum ein Van und kein Wohnmobil? Ein Campervan ist einfach nur ein großes Auto: Ausstattung und Equipment sind so kompakt verstaut, dass unterwegs fast nichts rappelt oder umfallen kann. Der Wagen nimmt die Kurven genauso easy wie ein normaler PKW und wenn es doch mal Off Road entlang geht – ist das zwar nicht erlaubt – aber machbar!

Unser Camper hatte folgende Features:
  • Doppelbett und Bettwäsche
  • 2-Flammen-Gasherd
  • Kühlschrank
  • Wassertank + Spüle
  • Kochgeschirr + Utensilien
  • Klimatisierung
  • Campingstühle

Im Gegensatz zum großen Modell muss man beim Ventura das Bett stets zurückbauen, damit man fahren kann. Das liegt daran, dass zum Bett-Aufbau Fahrer- und Beifahrersitz weit nach vorne und aufrecht gestellt werden müssen. Für mehr Komfort ist der Maverick genau richtig.

Wir hatten es im Orga-Beitrag schon erwähnt: die Miete eines Campers ist teurer als die eines PKWs. Also stellten wir uns die Frage: wirklich das Geld ausgeben – oder mieten wir lieber einen normalen Van, kaufen günstige Matratzen und Camping-Zubehör und haben ein spartanisches aber kostengünstiges Vanlife? Butter bei die Fische, wir waren Camper Newbies und konnten uns nicht darauf verlassen, dass wir es schaffen uns einen Van auf die Schnelle komfortabel einzurichten. Hinzu kommt, dass so eine Einweg-Ausstattung auch nicht besonders nachhaltig gewesen wäre. Die Vorteile von ausgestatteten Camper sind schon riesig und es lohnt sich hierzu tiefer in die Tasche zu greifen.

Der Kochbereich ist im Kofferraum. Dadurch bekommt man zwar keine guten „i woke up like this“-Bilder mit aus dem Van hängender Decke hin, aber der Zwiebel-Geruch setzt sich auch nicht im Wagen fest. Hier war es wirklich hilfreich, dass die Heckklappe des Venturas nach oben aufgeht und so auch bei Regen Schutz bietet. Wir hatten kaum mit starkem Regen, Sturm und Schnee zu tun, daher können wir schlecht einschätzen wie cool die Außenküche bei extremeren Wetterbedingungen ist.

Die größte Skepsis vorab löste der Kühlschrank bei uns aus. Unsere Einkäufe folgten der Devise „nichts einkaufen, was schnell verdirbt“! Bullshit! Der kleine Kühlschrank, aufgebaut als Schublade, ist super funktional. Während der Fahrt lädt er sich auf, im Standt bedient er sich gespeicherter Energie und nur im Ernstfall springt er während des Parkens an. Uns ist nichts verdorben und das Bier war immer kalt.

Kommen wir zum größten Nachteil des kleineren Camper-Modells: du musst das Bett zum Fahren zurückbauen. Der Dogde Caravan ist eigentlich ein 7-Sitzer. Die mittlere Sitzreihe wurde für Bett und Stauraum ausgebaut. Das Bett besteht aus 3 Matratzen-Elemente: einer festen Komponente, an der Stelle wo die mittlere Sitzbank war und zwei losen Teilen zum Auflegen. Für die Fahrt schnallst du die variablen Bett-Teile auf das feste Element in der Mitte. Zum Schlafen wird das feste Teil, welches durch ein Schubladen-ähnliches Schienensystem beweglich ist, in Position gebracht und die variablen Teile davor und dahinter eingeklinkt. Damit das Bett in voller Länge und Stabilität steht, müssen Fahrer- und Beifahrersitz weit nach vorne geschoben werden. Das klingt vielleicht ziemlich aufwändig, ist aber in Wirklichkeit ziemlich easy und unkompliziert. Mehr Komfort bietet hier die größere Camper-Version. Der Maverick ist so groß, dass das Bett unabhängig der Vordersitze aufgebaut werden kann.

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Fazit

Die Miete eines Campervans (oder auch Wohnmobils) ist auf jedenfall teurer als die eines normalen Fahrzeugs. Eine gute Vermietung bietet voll ausgestattete Vans an, für die du so gut wie nichts dazu kaufen musst. Für Roadtrips sind Camper einfach klasse: du kannst stoppen wo du willst, dir überall einen Kaffee aufsetzen oder ein Ei in die Pfanne schmeißen. Eine solche Unabhängigkeit haben wir selten verspürt. Die ersten Nacht in Van, reichte aus um vom eigenen Camper zu träumen mit dem wir durch Europa reisen können.

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